Gavis Rückkehr wird Barcelonas Athletic Club Problem nicht lösen

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📅 21. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 21.03.2026 · Barcelona - Athletic Club · Aktualisiert 24.03.2026

Barcelona sah im Oktober gegen Athletic Club… gut aus, nicht wahr? Zwei Tore von Fermín López, ein komfortabler 3:0-Sieg in Montjuïc. Alle klopften sich auf die Schultern. Aber wenn man genauer hinsieht, erzählt dieses Spiel eine andere Geschichte darüber, wo Barca wirklich stand. Athletics Hauptangreifer, Iñaki und Nico Williams, saßen an diesem Tag beide auf der Bank, eine taktische Entscheidung von Ernesto Valverde, die den Spielverlauf sicherlich beeinflusste.

Die Sache ist die: Athletic Club, besonders wenn sie im San Mamés spielen, sind ein völlig anderes Kaliber. Die 4:2-Niederlage im Viertelfinale der Copa del Rey im Januar? Das fühlte sich eher wie das wahre Maß an. Zwei Tore von den Williams-Brüdern, eines in der 105. Minute von Nico zur Entscheidung, ein weiteres von Iñaki in der 121. Minute. Das Endergebnis schmeichelte Barcelona, die über weite Strecken nur Schatten jagten. Robert Lewandowski und Lamine Yamal trafen zwar, aber die Gesamtleistung war zerfahren. Yamal vergab sogar eine Riesenchance in der Verlängerung, die zum 3:3 geführt hätte. Das sind die Momente, die schmerzen.

Kontext und Geschichte

**Der San Mamés Spießrutenlauf**

Nach San Mamés zu fahren ist für Barcelona nie einfach. Allein die Atmosphäre kann ein Team verunsichern, und diese Athletic-Mannschaft unter Valverde spielt mit einer Intensität, die nur wenige in La Liga erreichen können. Sie pressen unerbittlich, jagen im Rudel und geben keinen Zentimeter nach. Sie haben in dieser Saison zu Hause in der Liga nur einmal verloren – eine 2:0-Niederlage gegen Real Madrid am ersten Spieltag – und dort in 15 Ligaspielen 34 Tore erzielt. Das ist eine ernstzunehmende Festung.

Schauen Sie, Barcelonas größtes Problem ist nicht nur der Gegner; es ist ihre eigene Inkonstanz. Sie haben in zu vielen entscheidenden Spielen Punkte liegen lassen. Das 3:3-Unentschieden zu Hause gegen Granada im Februar zum Beispiel fühlte sich wie ein Zusammenbruch an, besonders nachdem sie mit 1:0 in Führung gegangen waren. Selbst bei Siegen wirken sie oft verwundbar. Marc-André ter Stegen musste öfter Wunderparaden zeigen, als Xavi lieb ist. Die defensive Struktur, besonders ohne Ronald Araújo in Topform, gerät manchmal unter Druck ins Wanken. Und obwohl Pau Cubarsí eine Offenbarung war, ist er immer noch ein Teenager, der eine Abwehrreihe verankern soll.

Aktuelle Situation

**Gavis Abwesenheit wiegt immer noch schwer**

Alle reden über Gavis mögliche Rückkehr, und ja, seine Energie und Bissigkeit im Mittelfeld werden vermisst. Er ist ein Krieger. Aber alle Hoffnungen Barcelonas darauf zu setzen, dass er ihre Probleme mit Athletic Club auf magische Weise löst, ist illusorisch. Gavi ist ein großartiger Spieler, aber er ist kein taktischer Cheat-Code. Er wird Andreas Christensen nicht plötzlich zu einem Weltklasse-Sechser machen, noch wird er die konstante Torgefahr aus dem zentralen Mittelfeld hinzufügen, die gefehlt hat. Tatsache ist, dass Barcelona Sergio Busquets' defensive Intelligenz und seine Verteilung nicht adäquat ersetzt hat. Oriol Romeu sollte dieser Spieler sein, aber er hat seit Januar nur zweimal 90 Minuten in einem La Liga-Spiel gespielt. Das ist ein großes Warnsignal.

Meine kühne These? Barcelonas defensive Schwächen, kombiniert mit Athletics unerbittlichem Angriff, bedeuten, dass dieses nächste Aufeinandertreffen wieder ein zermürbendes wird. Erwarten Sie, dass Athletic zuerst trifft und Barcelona den Rest des Spiels damit verbringt, aus einem Loch zu klettern. Ich tippe auf einen 2:1-Sieg für Athletic Club.