Liverpools undichtes Boot: Die alte Geschichte

liverpool s leaky boat the same old story
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Sarah Chen
Taktikanalystin
📅 Zuletzt aktualisiert: 2026-03-17
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📅 16. März 2026⏱️ 3 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 2026-03-16 · Burley: Liverpool hatte die ganze Saison über die gleichen Probleme

Craig Burley liegt nicht falsch. Liverpools Saison war in vielerlei Hinsicht eine frustrierende Wiederholung der gleichen grundlegenden Mängel. Erinnern Sie sich an das 2:2-Unentschieden gegen Brighton im Oktober? Sie führten innerhalb von 24 Minuten mit 2:0, kassierten zwei leichte Tore und gaben Punkte ab. Es fühlte sich wie eine Warnung an, nicht wie eine Anomalie. Spulen wir vor zum 4:3-Thriller gegen Fulham im Dezember, wo sie einen 87. Minute Wataru Endo-Hammer und einen 90. Minute Trent Alexander-Arnold-Freistoß brauchten, um nach einer Führung zu gewinnen. Das Muster war gesetzt.

Die Sache ist die: Man kann nicht konstant ein Titelanwärter sein, wenn man so viele Tore kassiert wie Liverpool in diesem Jahr. Sie haben in 32 Premier League-Spielen 34 Tore kassiert. Manchester City hat nur 32 und Arsenal nur 26 Tore zugelassen. Dieser Fünf-Tore-Unterschied zwischen Liverpool und Arsenal mag nicht viel klingen, aber er ist oft der Unterschied zwischen dem ersten und dritten Platz. Alisson Becker, so brillant er auch ist, kann sie nur so oft retten. Die Abwehrreihe, besonders wenn Virgil van Dijk nicht in Topform ist, wirkt anfällig für Konter, was in Spielen wie der 3:1-Niederlage gegen Arsenal im Februar deutlich wurde, wo Gabriel Martinelli und Leandro Trossard sie durchschnitten.

Schlüsselanalyse

Ganz ehrlich: Das Mittelfeld hat nicht konstant den Defensivschild geboten, auf dem Klopp seine Dynastie aufgebaut hat. Fabinhos Abgang hinterließ eine klaffende Lücke, die nicht vollständig geschlossen wurde. Endo war ein solider Spieler, sogar eine Überraschung, aber er ist nicht der unermüdliche Balleroberer, der Fabinho in seiner Blütezeit war. Alexis Mac Allister und Dominik Szoboszlai bieten Kreativität und Antrieb, absolut, aber sie sind keine natürlichen Zerstörer. Das lässt die Innenverteidiger ungeschützt und zwingt Alexander-Arnold, seine Vorstöße vorsichtiger zu wählen, was oft eine ihrer potentesten Offensivwaffen unterdrückt. Schauen Sie sich das 2:2-Unentschieden bei Manchester United am 7. April an: Liverpool hatte 28 Schüsse gegenüber 9 von United, aber zwei defensive Aussetzer kosteten sie teuer. Bruno Fernandes' Ausgleich resultierte aus einem Fehlpass, und Kobbie Mainoos atemberaubendes Tor aus mangelndem Druck am Strafraumrand.

Das größte Problem, und hier trifft Burley den Nagel auf den Kopf, ist der Mangel an *Verbesserung*. Wir haben Momente der Brillanz gesehen, klar. Die 4:1-Demontage von Chelsea im Januar war ein klassisches Liverpool, eine hochpressende, unerbittliche Leistung. Aber diese Momente wurden von frustrierenden Inkonsistenzen unterbrochen. Die verlorenen Punkte gegen Crystal Palace (1:0-Niederlage am 14. April) und Everton (2:0-Niederlage am 24. April) waren nicht nur schlechte Ergebnisse; sie waren Ausstellungen der gleichen alten Probleme: verpasste Chancen und defensive Fehler. Mo Salah, trotz all seiner Tore, wirkte in entscheidenden Momenten dieser Saison weniger klinisch als in früheren Kampagnen.

Meine kühne These? Jürgen Klopps Abgang am Ende der Saison, obwohl ein massiver emotionaler Schlag, könnte den Verein tatsächlich dazu zwingen, diese systemischen Probleme direkt anzugehen. Ein neuer Manager wird nicht die gleichen emotionalen Bindungen oder Loyalitäten zu bestimmten Spielern haben, was möglicherweise zu einer rücksichtsloseren Bewertung der defensiven Fähigkeiten des Kaders führt.

Taktische Analyse

Ich prognostiziere, dass Liverpool nächste Saison Dritter wird, aber mit einer deutlich verbesserten Defensivbilanz unter neuer Führung.