Liverpools Mittelfeld-Wirrwarr könnte sie gegen De Zerbis Brighton kosten
Die Reise zum Amex an diesem Wochenende fühlt sich wie ein echter Test für Liverpool an, vielleicht mehr, als manche Leute ihm zugestehen. Brighton unter Roberto De Zerbi ist nicht nur ein harter Gegner; sie sind ein Rätsel. Sie besiegten die Reds im Januar mit 3:0 und warfen sie ein paar Wochen später mit einem 2:1-Sieg aus dem FA Cup. Das sind zwei Niederlagen, zwei verschiedene Wettbewerbe, beide im Jahr 2023. Jürgen Klopp hat sie noch nicht wirklich durchschaut.
Liverpools Mittelfeld, so umgebaut es auch ist, wirkt immer noch etwas wackelig. Dominik Szoboszlai war eine Offenbarung und erzielte diesen absoluten Kracher gegen Leicester im Carabao Cup. Alexis Mac Allister findet seinen Rhythmus, aber gegen seinen alten Verein fragt man sich, ob die Emotionen eine Rolle spielen könnten. Und Curtis Jones, trotz all seiner Glanzmomente, ist immer noch inkonstant. Es fehlt ihnen dieser wahre defensive Anker, dieser N'Golo Kanté-Typ, der einfach alles auslöscht. Wataru Endo ist ein anständiger Kaderspieler, aber er ist nicht die Antwort gegen eine Mannschaft, die den Ball mit der Präzision von Brighton bewegt. Schauen Sie, Brighton absolvierte 608 Pässe gegenüber Liverpools 435 bei dieser 3:0-Niederlage im Januar. Das ist nicht nur Ballbesitz; das ist Kontrolle, und es sagt Bände darüber, wo das Spiel gewonnen und verloren wurde.
Schlüsselanalyse
**De Zerbis angreifendes Schachspiel**
De Zerbis System geht nicht darum, den Bus zu parken und auf Konter zu setzen. Es geht darum, dich mit Ballbesitz zu ersticken, dich anzulocken und dann die Räume auszunutzen. Solly March und Kaoru Mitoma werden die Flügel herunterfliegen und nach innen ziehen. Mitoma, insbesondere, bereitete Trent Alexander-Arnold in beiden Spielen der letzten Saison Schwierigkeiten. Er hat diesen Antritt, diese Unberechenbarkeit. Und vorne ist Evan Ferguson, selbst mit 18, eine Herausforderung. Er traf gegen Fulham und hat in dieser Saison bereits vier Tore erzielt. Brightons 15 Tore in dieser Premier League-Saison gehören zu den Top-Angreifern der Liga. Sie sind nicht nur schön anzusehen; sie sind produktiv.
Liverpools Abwehr, besonders auf den Flügeln, wirkte anfällig. Alexander-Arnolds defensive Positionierung lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, und Mannschaften mit schnellen Flügelspielern nutzen das aus. Wir sahen es gegen Wolves, selbst bei einem Sieg, und wieder gegen Spurs, obwohl das aus anderen Gründen ein chaotisches Spiel war. Virgil van Dijks Rückkehr nach seiner Sperre wird helfen, aber er kann nicht für alle decken. Das ist nicht die undurchdringliche Liverpool-Abwehr von 2018-2020. Sie haben in 7 Ligaspielen 9 Gegentore kassiert, was kaum Meisterschaftsform ist.
Taktische Analyse
Die Sache ist die: Brighton wird sich nicht einschüchtern lassen. Sie haben Manchester United in dieser Saison bereits mit 3:1 im Old Trafford geschlagen. Sie spielen ohne Angst und mit einer klaren Identität. Liverpool, trotz all ihres Offensivtalents, fühlt sich immer noch wie eine Mannschaft im Umbruch an, besonders auswärts von Anfield. Mo Salah ist immer noch Mo Salah, mit 3 Toren und 4 Vorlagen in der Liga. Darwin Núñez sah zeitweise scharf aus. Aber es ist der kollektive Zusammenhalt, besonders im Mittelfeld und bei der Verhinderung von Übergängen, wo sie manchmal versagen. Meine gewagte These? Brighton nutzt Liverpools Mittelfeldlücken aus und holt sich einen knappen 2:1-Sieg.